Aktuelles

Dauerstartnummern 2017

Die Dauerstartnummern ”ü60” und ”ü70” wurden von den Enduro-Senioren überarbeitet.  Zukünftig wird es keine Trennung mehr zwischen den bisherigen 600er und 650er-Nummern geben, weil die Veranstalter das unterschiedlich  handhaben (Umleitungen für die 60jährigen, Seniorenklasse ab 65 oder 70  u.a.). Diejenigen, die bisher eine Dauerstartnummer bis 599 hatten und 2017 sechzig Jahre alt werden, wurden von den Enduro-Senioren  angeschrieben, ob sie eine 600er Nummer bekommen möchten. Dazu wurden  diejenigen aus der Liste gestrichen, die 2016 an keiner lizenzfreien  Geländefahrt teilgenommen haben, weil langsam die Nummern ausgingen. 700er Nummern werden wie bisher fortgeschrieben. Die aktualisierte Liste wurde auf der Webseite der Enduro-Senioren veröffentlicht. Die jeweils aktuelle Liste und die Liste der DSN für die jüngeren Fahrer ist auch über den gelben Button “Dauerstartnummern” in der linken Spalte zu erreichen.


Weshalb nicht gleich so?

An dieser Stelle haben wir  darüber berichtet, dass der DMSB ausgerechnet im Jubiläumsjahr die Deutsche  Enduro-Meisterschaft zu Grabe tragen wollte. Mitte November 2016 gab es  dann wieder Neuigkeiten aus der Frankfurter “Motorsport-Behörde”: ab der  kommenden Saison gibt es eine neue Meisterschaftsstruktur! Neben der  Int. Deutschen Enduro-Meisterschaft als ”Overall-Wertung”” gibt es wieder die Deutsche Enduro-Meisterschaft in den Klassen E 1, E2 und E 3.

DMSB wollte die klassische Enduromeisterschaft abschaffen

60 Jahre Deutsche Gelände-/Enduromeisterschaft - was 1955  begann, sollte ausgerechnet im Jubiläumsjahr vom DMSB zu Grabe getragen  werden. Nach Vorstellung des DMSB sollte es ab der Saison 2016 keine  Deutsche Enduromeisterschaft in den Klassen E1, E2 und E3 mehr geben,  sondern nur noch klassenübergreifend die ”internationale Deutsche  Enduromeisterschaft”€, also das bisherige Championat. Dazu wurde Heiner  Schmidt, der bisherige Vorsitzende des Fachausschusses Enduro€  “aus Altersgründen” seines Postens enthoben, wie bei baboons zu lesen war. Neben einigen weiteren Änderungen wurde die  Klassik-Trophäe zum Klassik-Pokal herabgestuft. Ob das allerdings die  Starterzahlen in der KT positiv beeinflussen wird, darf angezweifelt  werden. Mehr dazu hier bei baboons. Nach massiven Protesten der Veranstalter wurde nun ein Kompromiss  gefunden. Was früher die Deutsche Geländemeisterschaft und später die  Deutsche Enduromeisterschaft war, heißt nun "Int. Deutsche  Enduro-Meisterschaft (inkl. Klassensieger)". Es geht ja nichts über eine präzise Formulierung, bei der jeder gleich weiß, was gemeint ist.

Gut, dass der Klassik-Geländesport  auch ohne die Frankfurter “Motorsport-Behörde” bestens funktioniert. Sand möchten wir allenfalls auf der Strecke haben, nicht aber im  Organisationsgetriebe...






2016 - was uns nicht so gefallen hat

Die Saison 2016 ist seit einigen Wochen zu Ende. Es gab wieder viele schöne Veranstaltungen, einen Unwetterabbruch in Zschopau und eine Riesen-Überraschung in Sulzbach-Rosenberg, wo Stèphane Peterhansel mit auf seiner alten Yamaha dabei war und zeigte, daß er auch im klassischen Geländesport zu den Schnellsten gehört. Einige Dinge haben uns aber nicht gefallen und wir sind hier der Meinung, daß sich der Klassik-Sport da in eine falsche Richtung entwickelt.

Begonnen hatte es schon 2015 in Isny, als der Veranstalter die “Online-Nennung” einführte. Natürlich wissen wir, daß es viel einfacher ist und auch keinen “geländesporthistorischen Sachverstand” benötigt, wenn lediglich der Eingang der Nennung dokumentiert wird und die Kontoauszüge auf die Überweisung des Nenngeldes gecheckt werden, als von den Teilnehmern aussagekräftige Fotos der Motorräder zu verlangen und das Fahrerfeld nach historischen Kriterien zusammenzustellen. Außerdem erspart man sich da bei einer eventuellen Ablehnung der Nennung jegliche Diskussion, weil man einfach auf den Zeitpunkt des Nennungseingangs verweisen kann. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn sich im Starterfeld gleich mehrere “Straßenenduros” mit Soziusrasten, Gepäckträger und Pappteller als Startnummernschild finden - Motorräder, die es früher im Geländesport nicht gegeben hat und die den echten Klassikern nur die Startplätze wegnehmen. Bedauerlicherweise sind die Oldies der 1950er und 1960er Jahre immer seltener in Aktion zu bewundern, während die Youngtimerklassen von Jahr zu Jahr stärker besetzt sind. Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob ein Motorrad, das nicht einmal die Voraussetzungen für ein Oldtimerkennzeichen erfüllt und sich mit Upside-down-Gabel, Scheibenbremsen und Wasserkühlung konzeptionell nicht von einer modernen Enduro des aktuellen Jahrgangs unterscheidet, im historischen Geländesport nicht fehl am Platze ist, während Besitzer  von klassischen Twinshockern genau so zum Zuschauen verurteilt sind wie beispielsweise Rolf Beppler, mit 19 Six Days-Teilnahmen einer unserer fleißigsten Sechstagefahrer. Wir wünschen uns jedenfalls eine Rückbesinnung auf die Idee von Hans Peter Bolsinger, der vor einem Vierteljahrhundert zusammen mit einigen Isnyer Freunden den Klassik-Geländesport „erfunden“ hat: Trommelbremsen, Luftkühlung und Twinshock – gehen mehr Nennungen ein als Startplätze vorhanden sind, zählt das ältere Baujahr und nicht das schnellste Absenden des Nennungsformulars. Natürlich dürfen auch Youngtimer dabei sein, aber die Baujahrbeschränkung sollte man zumindest an die gesetzlichen Vorschriften für ein Oldtimerkennzeichen anpassen. Nur so werden die Veranstalter auch in Zukunft den Genehmigungsbehörden gegenüber glaubhaft vertreten können, dass die Geländefahrt keine Veranstaltung für ältere Enduros ist, sondern der „Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes“ dient, wie es im Amtsdeutsch heißt.

 


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In jeder Ausgabe der noch recht jungen Zeitschrift, die seit 2016 monatlich erscheint, gibt es eine Klassik-Seite, die sich mit der Geschichte des Geländesports befasst. Veranstaltungshighlights finden sich im “Dirtbiker-Online”.

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